IAPM International Association of Project Managers

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Honorary Members

Archibald, Dr. H.C. Russel

Archibald, Dr. H.C. Russel

Ehrenmitglied

Dr. Russell Archibald wurde nach Beschluss der Jahresversammlung der IAPM International Association of Project Managers im Jahr 2012 die Ehrenmitgliedschaft der IAPM verliehen. Durch seine engagierte Mitarbeit und seine Bereitschaft, die Gemeinschaft der Projektmanager maßgeblich zu unterstützen, hat er sich um diese Ehrung verdient gemacht hat. 

Während seiner 60-jährigen Karriere sammelte Dr. Archibald internationale Projekt- und Programmmanagementerfahrung. Er arbeitete in Wohnbau- genauso wie in Luftfahrtprojekten. Ob als Projekt- oder Firmenleiter, als Trainer oder Unternehmensberater, er ist ein Motor, der Projektmanagement weltweit antreibt. Er hat sich in vielen Feldern des Projektmanagements einen Namen gemacht. Mit seinen Arbeiten unterstützt er seit mehr als zwei Generationen die Gemeinschaft der Projektmanager und trägt zur Erleichterung ihres Berufsalltages bei. Dr. Archibald leitete bereits 1949 in Venezuela sein erstes Projektteam (Anlagenbauprojekt/Öl-Raffinerie – Esso und Foster Wheeler Corporation) und ab 1959 beteiligte er sich aktiv an der Entwicklung und Anwendung von computerbasierten Projektplanungs- und -steuerungssystemen. So kann er zu Recht als einer der Väter der computergestützten Critical Path Method CPM – Netzplantechnik bezeichnet werden.

Im Jahr 1965 war Dr. Archibald das sechste Mitglied des „Project Management Institute“ und von 1979 bis 1990 gehörte er dem Aufsichtsrat der „Internet“ (Internationale Organisation für Projektmanagement) an. Er ist ein weltweit anerkannter Autor vielbeachteter Fachbücher für Projektmanagement. Seine Kenntnisse veröffentlichte er u.a. im Buch „Netzwerkbasierte Führungssysteme“. Er hielt Keynote-Vorträge bei internationalen Symposien und Weltkonferenzen, u.a. in Birmingham und Glasgow (UK), Stockholm (Schweden), Garmisch-Partenkirchen (Deutschland), Florenz und Rom (Italien), Wien (Österreich), Moskau (Russland) und Budapest (Ungarn). Bereits im Jahr 1972, beim dritten Weltkongress für Projektmanagement, präsentierte er seine Leitgedanken zu „Management-Informationssystemen für Projekte und Unternehmen“. Zusammen mit der Unternehmensberatung „Booz, Allen & Hamilton“ entwickelte er die erste US-weite Serie von Workshops und Seminaren zu den Themenkomplexen Projekt- und Programmmanagement. Dort trat er auch als Trainer und Dozent auf. Das alles ist nur ein kleiner Teil dessen, was er für den Berufsstand der Projektmanager geleistet hat. Eine detaillierte Aufzählung würde jedoch jeden Rahmen sprengen. 

Mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft bedankt sich die IAPM International Association of Project Managers bei Dr. h.c. Russell Archibald im Namen aller Projektmanager für seine Beiträge und wünscht ihm weiterhin viele gute Ideen und Schaffenskraft.
Gerzer, Prof. Dr. Rupert

Gerzer, Prof. Dr. Rupert

Ehrenmitglied

Durch Beschluss der Jahresversammlung der IAPM International Association of Project Managers im Jahr 2014 wurde die Ehrenmitgliedschaft der IAPM diesjährig an Herrn Prof. Dr. Rupert Gerzer verliehen.
 
Prof. Gerzer ist seit 1992 Direktor des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin des deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln und Lehrstuhlinhaber des Instituts für Flugmedizin an der medizinischen Fakultät der RWTH Aachen. Er schloss das Studium der Humanmedizin 1977 an der Universität in München ab, wo er 1988 im Fach der klinischen Pharmakologie  habilitierte. Neben zahlreichen Präsidentschaften und Vizepräsidentschaften – so war er z.B. Präsident der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrtmedizin oder Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitstelematik – ist er auch im Vorstand der Internationalen Akademie für Astronautik und Vorsitzender des Hochschulrats der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.  
 
Ein wesentlicher Grund für die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft ist die Tatsache, dass er als Wissenschaftler und Visionär viele hochinteressante Projekte erfolgreich initiiert hat. So beteiligte er sich bereits zu Beginn der 90er Jahre mit seinem Forschungsteam mit medizinischen Experimenten an der damaligen zweiten deutschen Spacelab-Mission D2. Ziel der Versuche waren Untersuchungen zur Kreislaufregulation in Schwerelosigkeit bei Astronauten.
 
Ein weiterer Meilenstein war das Gründungsprojekt TEMOS (TEMOS steht für Trust, Effective Medicine, Optimized Services), das aufgrund Herrn Prof. Dr. Gerzers Initiative als Start-up erfolgreich aus dem DLR ausgegliedert wurde. Temos wurde 2005 als wissenschaftliches Projekt unter europäischer Schirmherrschaft ins Leben gerufen und beschäftigt sich mit der Qualität und den Qualitätskriterien für die medizinische Behandlung von Patienten, die sich im Ausland behandeln lassen müssen (Tourismus-Medizin) oder wollen (Medizin-Tourismus). Mittlerweile besteht ein weltweites Netzwerk, an das sich Reisende und Expatriates im Falle medizinischer Fragen und Notfälle wenden können.

Sein ehrgeizigstes Projekt jedoch realisierte er 2013. Am 5.7.2013 wurde am Standort der DLR in Köln das :envihab („environment“ = Umwelt und „habitat“ = Lebensraum) eingeweiht. :envihab ist ein innovatives und weltweit einzigartiges Forschungsinstitut, das sich künftig mit der Gesundheit und der Leistungsfähigkeit des Menschen sowie mit den Auswirkungen extremer Umweltbedingungen auf den menschlichen Organismus befassen wird. Damit erhofft man sich weitreichende Erkenntnisse, um besser mit den Belastungssituationen des Menschen umgehen zu können, wie sie bei Weltraumflügen oder schweren Erkrankungen entstehen können.

In diesem Institut gibt es eine Kurzarm-Humanzentrifuge zur Analyse der Effekte erhöhter Schwerkraft auf das Herz-Kreislaufsystem sowie auf Muskeln und Knochen, Laboratorien zur Untersuchung der Wirkung von Sauerstoffreduktion und Druck sowie eine Ganzkörper-MRT (Magnet-Resonanztomographie)-Anlage zur gezielten Bilddarstellung des menschlichen Körpers. In weiteren Bereichen des Instituts können die Versuchspersonen gezielt einzeln und auch in Gruppen psychischen Stress- und Erholungssituationen ausgesetzt werden.  Man erhofft sich die Beantwortung der Frage, was mit dem menschlichen Körper auf einem Flug zum Mars geschieht, welche Belastungssituation durch lange Bettlägerigkeit entsteht, welche Auswirkungen Licht oder Lichtentzug auf den Menschen haben und wie Teams sich in langen Isolationsperioden verhalten. Auf diese wichtigen Fragen sollen Antworten gefunden werden, um etwa die Auswirkungen von Alterung, Bettlägerigkeit, Immobilisation und Isolation besser verstehen zu können. Diese Erkenntnisse können dann verwendet werden, um Langzeitflüge des Menschen etwa zum Mars vorbereiten zu können, sie kommen aber auch den Menschen auf der Erde zu Gute.

Der Vorstand der IAPM gratuliert Herrn Prof. Dr. Gerzer zu dieser Ehrung und wünscht ihm für seine Zukunft Kreativität, Glück und Erfolg bei weiteren Vorhaben.
 
Schlapp, Prof. Dr. Manfred

Schlapp, Prof. Dr. Manfred

Ehrenmitglied

Prof. Manfred Schlapp wurde nach Beschluss der Jahresversammlung der IAPM International Association of Project Managers im Jahr 2010 die Ehrenmitgliedschaft der IAPM verliehen. Durch seine engagierte Mitarbeit und seine Bereitschaft, den Verein maßgeblich zu unterstützen, hat er sich um diese Ehrung verdient gemacht. 

Seine Erfahrungen im Projektmanagement konnte er schon im Jahr 2004 bei einem ungewöhnlichen Projekt sammeln. Eine liechtensteinische Schulklasse hatte sich entschieden ein Bienenexperiment im Weltraum während einer Mission der amerikanischen Raumfähre durchzuführen. Die Schüler wollten herausfinden, wie Bienen bei Schwerelosigkeit fliegen und wie sich die Einflüsse des Weltalls auf den Bau von Waben auswirken. Prof. Schlapp war von dieser Idee sofort begeistert, unterstützte das Experiment maßgeblich und war somit ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Projektes. Bemerkenswert ist, dass er dies in seiner Funktion als Lehrer für Latein und Philosophie tat, denn ursprünglich hat Herr Prof. Schlapp einen gänzlich anderen Background. Er studierte Philosophie, Psychologie und Altphilologie und wurde nach dem Studium ins Fürstentum Liechtenstein berufen. Dort lehrte er an der Universität für Humanwissenschaften Philosophie und an der Hochschule Liechtensteins Ethik. 

Manfred Schlapp ist außerdem sowohl in Printmedien als auch in Rundfunk und Fernsehen publizistisch und literarisch tätig. 1974 wurde er in den "Internationalen P.E.N. Club" aufgenommen. Vier Jahre später gründete er den "P.E.N. Club Liechtenstein", von dem er mittlerweile Ehrenpräsident ist. Für seine Publikationen und TV-Dokumentationen über Liechtenstein ist er mit dem „Josef-von-Rheinberger-Kulturpreis“ ausgezeichnet worden.

Vor diesem Hintergrund zeigt sein Engagement für Schülerexperimente im Weltraum sowie der Gründung und Unterstützung der International Association of Projekt Managers (IAPM) noch deutlicher, dass er gerne über den Tellerrand hinausblickt, immer offen für ungewöhnliche oder gar fachfremde Ideen ist und kreativ querdenkt. Sein Leben ist davon geprägt, unterschiedliche und interessante Projekte anzustoßen und erfolgreich abzuschließen, also ein Projektmanager zu sein – wie aus dem Lehrbuch. 

Der Vorstand der IAPM gratuliert Prof. Manfred Schlapp zu dieser Ehrung und wünscht ihm für seine Zukunft Gesundheit, Glück und Erfolg.
Shauck, Prof. Dr. Max

Shauck, Prof. Dr. Max

Ehrenmitglied

Prof. Max Shauck hat Abschlüsse  in Mathematik sowie in Aeronautik und erlangte die Lehrbefugnis an zahlreichen führenden Universitäten, unter anderem der Universität Yale, der Baylor Universität in Texas sowie der Universität Houston.
Nach Abschluss der Hochschulreife war er als Kampfpilot der amerikanischen Navy im Einsatz auf Flugzeugträgern, wo er unter anderem als leitender Fluginstruktor tätig war. Später begann er mit dem Kunstflugtraining, gewann zahlreiche Wettbewebe in den USA, Frankreich, Italien, Brasilien und Australien und trat vielfach bei Flugtagen und Vorführungen auf.
Seine wissenschaftliche Karriere war durch die Leitung zahlreicher Projekte als Principal Investigator gekennzeichnet. Die Vorhaben umfassten die Entwicklung und Zulassung alternativer Treibstoffe für die Luftfahrt sowie die Erforschung der grundlegenden Mechanismen der Luftverschmutzung. Er ist der Pionier bei der Verwendung von Ethanol als Treibstoff für kolbengetriebene Luftfahrzeuge und initiierte weiterhin die Erforschung von Biodiesel als Turbinentreibstoff.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit bestand in der Berechnung komplexer mathematischer Modelle und Algorithmen zur Erfassung und Bestimmung der Durchmischung der Atmosphäre mit Schadstoffen.

1989 modifizierte er gemeinsam mit Frau Zanin ein Flugzeug zum Betrieb mit Ethanol und führte erfolgreich als verantwortlicher Chefpilot den ersten transatlantischen Flug mit diesem neuartigen Kraftstoff durch. Gemeinsam mit ihr wurde er durch den Vizepräsidenten der USA  mit dem renommierten Orden, dem Harmon Trophy Award, ausgezeichnet. 2001 bekam er den höchsten Orden der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA, den „Excellence in Aviation Award“.
Zanin, Grazia

Zanin, Grazia

Ehrenmitglied

Grazia Zanin hat Abschlüsse in Geologie und Umweltwissenschaften sowie einen Master-Abschluss in Luftfahrt- und Umweltwissenschaften der Universität Baylor. Sie ist Berufspilotin und besitzt eine Instrumentenflugberechtigung. Eines ihrer herausragendsten Projekte war die wegbereitende Vorbereitung und Durchführung des transatlantischen Rekordfluges als Co-Pilotin gemeinsam mit Prof. Shauck.  An der Baylor Universität wurde sie zur Direktorin der Forschungsabteilung des „Baylor Instituts für Luftfahrtwissenschaften“ berufen. Sie erzielte große Erfolge bei der Entwicklung umweltverträglichen Flugkraftstoffe und bei der Messung und wissenschaftlichen Auswertung der Verteilung von Schadstoffen in der Atmosphäre als Ursache der Luftverschmutzung. Wegbereitend war auch die durch sie initiierte Gründung eines „Grünen Flughafens“ sowie einer Flugakademie in der Dominikanischen Republik.

Insgesamt hat sie sich nicht nur in den Vereinigten Staaten von Amerika sondern auch international einen hervorragenden Ruf als Projektleiterin und Wissenschaftlerin erworben.
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