Wie Sie gute Arbeitskräfte halten

Moira Alexander schreibt in einem Artikel auf Techrepublic.com über Methoden, die Arbeitgebern und Führungskräften dabei helfen können, ihre guten Arbeitskräfte zu halten. Zunächst einmal ist es nicht immer leicht, überhaupt gute Projektmanager auf dem Markt zu finden. Das ist zwar ein anderes Thema, führt aber dazu, dass erfahrene Projektmanager auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt sind und daher viele Angebote erhalten. Headhunter und Firmen versuchen, Ihnen Ihre besten Mitarbeiter abwerben und bieten dabei oft viel Geld und Vergünstigungen an. Natürlich können Sie Ihren Projektmanagern nicht alle paar Monate eine Gehaltserhöhung zukommen lassen, nur um zu verhindern, dass sie gehen. Das ist auch nicht unbedingt das wichtigste Argument für Ihre Mitarbeiter, Ihnen treu zu bleiben. Erfahren Sie hier, was Moira Alexander zu dem Thema zu sagen hat und lesen Sie, welche Tipps die Managerin hat.
Mann im Anzug steht in einem Gang.

Hohe Nachfrage nach Projektmanagern

Gute Projektmanager können sich ihre Jobs auf dem Arbeitsmarkt meist aussuchen. Ihr Tätigkeit ist anspruchsvoll und setzt sie dem ständigen Risiko eines Burnouts aus. Da die besten Arbeitskräfte viele Möglichkeiten haben, spielt bei ihnen das Gehalt oft nur eine untergeordnete Rolle bei der Entscheidung, ob sie in einer Position bleiben oder sich zu neuen Ufern aufmachen. Als Führungskraft sollte man also nicht nur mit einem guten Gehalt locken, sondern sicherstellen, dass sich die Top-Arbeitskräfte, auf denen der Erfolg der Firma beruht und die nur schwer ersetzbar sein werden, wohl fühlen. Moira Alexander hat fünf Tipps für Arbeitgeber, die ihre Top-Leute halten wollen.

1. Überladen Sie Ihre Mitarbeiter nicht

Auch die besten Manager sind nicht endlos belastbar. Selbst wenn dringende Projekte anstehen und Sie nur die besten dafür einsetzen möchten, sollten Sie immer wieder innehalten und sich überlegen, ob Ihre besten Mitarbeiter nicht vielleicht zu stark belastet werden. Stark überarbeitete Manager brennen entweder aus und fallen dann in Folge für lange Zeit aus oder sie sind geneigt, eines der Angebote von der Konkurrenz anzunehmen. Verteilen Sie die Arbeit gerecht. Lassen Sie alle Mitarbeiter am Erfolg mitarbeiten und entlasten Sie die Top-Kräfte, wenn es geht. Im Idealfall sorgen Sie für ein ausgewogenes Arbeitsumfeld, in dem Ihre Manager sowohl Verantwortung tragen als auch ein Arbeitspensum haben, das sie in einer angemessenen Arbeitszeit bewältigen können. Auf diese Weise bleiben Ihre Mitarbeiter motiviert und können befriedigend arbeiten.

2. Gehen Sie nie davon aus, dass alle einfach glücklich sind

Die meisten Projektmanager haben es zu ihrer zweiten Natur gemacht, grundsätzlich positiv und gut gelaunt zu wirken. Es gehört zu ihrem Job, wenn sie mit Kollegen, Teammitgliedern und Kunden arbeiten. Das bedeutet jedoch nicht zwingend, dass sie auch glücklich sind. Um herauszufinden, was hinter der Fassade vorgeht, gibt es nur einen Weg: Sie müssen sie fragen. Und zwar immer wieder und vor dem Hintergrund einer ehrlichen und engen beruflichen Beziehung. Geben Sie Ihren Mitarbeitern das Gefühl, dass sie stets zu Ihnen kommen können. Fragen Sie konkret nach dem Befinden, nach deren Einschätzung zu verschiedenen Problemen und Gegebenheiten. Nur Mitarbeiter, die Ihnen vertrauen, werden Ihnen die Wahrheit sagen, wenn sie tatsächlich unzufrieden mit etwas sind.

3. Setzen Sie auf Backups

Im Idealfall haben Sie für jeden Ihrer Top Projektmanager einen anderen Projektmanager, der im Ernstfall sofort dessen Arbeit übernehmen kann. Das ist in der Praxis natürlich schwierig und kostspielig, aber das Backup-System kann auch auf kleiner Flamme erfolgreich sein. Bilden Sie zum Beispiel Projektteams von je zwei Managern. Das hat den Vorteil, dass jeder befreit in den Urlaub gehen kann, weil er genau weiß, dass die Vertretung alle Aufgaben problemlos übernehmen kann. Es bietet aber auch für die Firma eine Sicherheit, nämlich die, dass das Wissen um ein Projekt nicht mit einer Person komplett verloren gehen kann.

4. Und das Gehalt zählt doch

Was zu Anfang des Artikels gesagt wurde, soll nicht zurückgenommen werden: Geld ist nicht alles, vor allem in gut bezahlten Jobs und bei Top-Projektmanagern, die in der Regel bereits über ein gewisses und recht gutes Gehalt verfügen. Sie müssen Ihren Managern keine verrückten Gehälter bieten. Seien Sie jedoch immer auf der Hut, denn andere Unternehmen sind möglicherweise bereit deutlich mehr zu zahlen. Wenn Sie also am unteren Ende der Gehaltsskala bleiben, riskieren Sie immer, dass ein guter Mitarbeiter sich doch durch ein Angebot von der Konkurrenz abwerben lässt. Ist Ihr Manager glücklich bei Ihnen und hat spannende Projekte, wird er sehr wahrscheinlich für 5% mehr Gehalt nicht sofort verschwinden. Bei 25% sieht die Lage jedoch wieder ganz anders aus. Passen Sie Gehälter regelmäßig an, so dass sich Ihre Top-Kräfte immer geschätzt fühlen.

5. Geben Sie ihnen Freizeit

Ihre Top-Kräfte scheinen stark und unersättlich, stürzen sich nach jedem Erfolg direkt auf den nächsten? Das kann gefährlich werden, denn viele Projektmanager leiden unter einem Phänomen der Selbstüberschätzung, gerade diejenigen, die besonders erfolgreich sind. Damit sich Ihre Arbeitnehmer nicht selbst in den Burnout treiben, sollten Sie als Führungskraft Ihre Projektmanager dazu anhalten, nach jedem Projekt eine gewisse Verschnaufpause einzulegen. Niemand ist auf Dauer in Hochform und das wird sich letztendlich auch im Erfolg ihrer Projekte niederschlagen. Wenn es sein muss, machen Sie die Auszeit oder den Urlaub nach jedem großen Projekt zu einer Verpflichtung. So bekommen Ihre Top-Manager den Kopf frei und können sich erholt in die nächste große Herausforderung stürzen. Sie werden erstaunt sein, wie dies sich auch auf die Fehlzeiten beziehungsweise Krankentage positiv auswirkt.
Autorin: IAPM intern

Schlagworte: Projektmanagement, Arbeiten, Human Management, Mitarbeiterführung, Tipps, Ratgeber

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