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Burnout: Aktuelle Umfrage verneint Besserung.

Burnout: Aktuelle Umfrage verneint Besserung. 09.11.2012 - Mit einer neuen Online-Umfrage macht der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte in diesen Tagen einmal mehr auf den volkswirtschaftlichen Schaden durch Burnout aufmerksam. Rund 30 % der befragten Arbeitnehmer haben dort angegeben, ihre beruflichen Aufgaben aufgrund von Stress und psychischer Probleme vernachlässigen zu müssen. Das bedeutet, dass sich jeder dritte bis vierte Kollege im Büro nicht mehr in der Lage sieht, die ihm zugewiesene Arbeit in der geforderten Qualität zu erledigen.

Auf der Suche nach den Ursachen wurden schon vor Jahren erkannt, dass Maßnahmen zur Effizienzsteigerung von vielen Unternehmen nicht sorgfältig genug umgesetzt werden und dadurch einseitig zulasten der Arbeitnehmer gehen. „Es wird nach wie vor häufig dabei gespart, jene standardisierten Prozesse und Strukturen einzurichten, die Mitarbeiter einfach brauchen, wenn sie in kürzerer Zeit mehr Jobs abzuwickeln sollen,“ so Dr. Hans Stromeyer, Repräsentant der IAPM. „Die Installierung von neuen Strukturen steht zwar so gut wie immer auch auf der Agenda, bedeuten aber eine Investition und muss erst durch das Nadelöhr des Controllings.“ Rechnet man den wirtschaftlichen Schaden, den Burnout verursacht, gegen die Kosten einer Zertifizierung des Projektmanagern und der damit verbundenen strukturellen Verbesserung von Abläufen auf, ergibt sich ein klarer Hebel zur Vermeidung des Problems Burnout. „Investitionen in eine Form der Weiterbildung, deren Ziel es ist, dass alle in jedem Projektabschnitt dieselben Tools und Standards verwenden, haben sich in den meisten Fällen bereits dann amortisiert, wenn nur ein Mitarbeiter weniger dauerhaft erkrankt.“

Übrigens: Trotz der erschreckenden Zahlen sieht Dr. Hans Stromeyer bei Anti-Burnout-Aktivitäten Deutschland als Pionier. „Meiner Beobachtung nach sind die Krankheitszahlen weltweit überall in etwa gleich hoch. Aber in den meisten Ländern existiert noch nicht einmal ein Wort, geschweige denn ein Bewusstsein dafür.“

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