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Die drei Tipps für Erfolg im Stakeholder-Management – von PM-Expertin und Coach Sandra Goll

Stakeholder sind Personen oder Interessengruppen, die am Projekt beteiligt, am Projektverlauf interessiert oder von den Auswirkungen des Projektergebnisses betroffen sind. Konkrete Beispiele: Investoren, Aktionäre, Aufsichtsbehörden, Manager, Lieferanten, Gläubiger, aber auch die Mitarbeiter des eigenen Unternehmens und natürlich der Kunde. Es mag seltsam klingen, aber nicht alle Stakeholder haben ein Interesse an einem erfolgreichen Projektverlauf. Nicht selten versuchen sie sogar, ein Projekt zum Scheitern zu bringen, um sich auf diesem Weg Vorteile zu verschaffen. Gerade deshalb ist es für die Verantwortlichen im Projektmanagement von entscheidender Bedeutung, die Stakeholder sowie deren Interessen zu kennen, um vorausschauend Konflikte bewältigen und aus einem Projekt als Gewinner hervorgehen zu können.


1. So schaffen Sie es, auch bei einem Großprojekt alle Stakeholder kennenzulernen und einzuschätzen.

Manchmal sind es mehr als hundert Menschen, die in einem Projekt gemanagt werden müssen – und jeder von ihnen hat seine eigenen Werthaltungen, Sichtweisen, persönliche Interessen, Vorlieben und Wünsche. Vor diesem Hintergrund scheint es für den Projektmanager fast unmöglich, eine aussagekräftige Stakeholderanalyse durchzuführen.

Tipp:
Klassifizieren Sie mithilfe von unabhängigen Experten Ihre Stakeholder in Gruppen. Das kann in einem Meeting durch ein gemeinsames Brainstorming erfolgen. Oder: Bitten Sie Ihre Experten, Ihnen Klassifizierungs-Vorschläge zukommen zu lassen. So stellen Sie sicher, dass Sie nicht auf Ihren eigenen Blickwinkel beschränkt sind. Durch Zuhilfenahme einer unabhängigen Außenperspektive wird es leichter, sämtliche potenzielle Stakeholder zu berücksichtigen, die dann bewertet werden können.




2. So bewältigen Sie Konflikte und kommunizieren mit vielen Projektbeteiligten.

Die Stakeholder eines Projekts verfolgen häufig unterschiedliche Interessen, die nicht immer sofort erkennbar sind. Aus dieser Intransparenz heraus können leicht projektgefährdende Konflikte entstehen. Da dem Projektmanager die Handlungsweise der Stakeholder bisweilen als unlogisch erscheint, wird sie häufig auch als inkompetentes Einmischen in den Projektalltag empfunden.

Tipp:
Analysieren Sie Ihre Projektkonflikte ggf. mit einem unabhängigen Coach. Viele Konflikte basieren auf Missverständnissen - und diese lassen sich leicht lösen. Bei unvermeidbaren und scheinbar unlösbaren Konflikten sollten Sie das Ziel verfolgen, die negativen Auswirkungen der Konflikthandlungen auf das Projekt zu verstehen, die Eintrittswahrscheinlichkeit zu kennen und beides nach Möglichkeit zu minimieren. Um solche Situationen in den Griff zu bekommen, ist eine professionelle Kommunikation unabdingbar. Diese können Sie z. B. durch ein moderiertes Gespräch erreichen, das ein Klima des Vertrauens und Verständnisses schafft und bei dem messbare Lösungsstrategien mit den Konfliktparteien entwickelt werden. Für die Kommunikation mit einer großen Anzahl von Stakeholdern sollten Sie die bereits geschaffenen Kommunikationskulturstrukturen nutzen und alle regelmäßig informieren.




3. So fördern Sie Ihre Karriere als Projektmanager mithilfe von Stakeholdermanagement.

Unsere globalisierte Welt erfordert ein Projektmanagement mit flexibler Organisation und PM-Verantwortliche, die vorausschauend denken und handeln. Ein Projektmanager, der diese beiden Eigenschaften erfüllt, hat hervorragende Voraussetzungen, sich im Stakeholdermanagement hervorzutun und so Pluspunkte für seine Karriere zu sammeln. Denn er ist in der Lage, aus den Interaktionen der einzelnen Akteure funktionale Veränderungen zu erreichen, die dem Projekt zugutekommen. Durch seine ausgeprägten Soft Skills vermag er darüber hinaus, die psychologischen Veränderungsprozesse, die die Beteiligten dabei durchlaufen müssen, auf eine professionelle Weise zu unterstützen - Stakeholdermanagement in Exzellenz.

Tipp:
Im Hinblick auf Ihre Karriere als Projektmanager können Sie durch das Beherrschen des Stakeholdermanagements zeigen, dass Sie Projekte zum Erfolg führen und zugleich die Zukunftsperspektive der Organisation verbessern. Damit empfehlen Sie sich selbst für neue Aufgaben. Je größer Ihre Projekte werden und je anspruchsvoller das Umfeld wird, umso mehr werden Sie und alle Stakeholder davon profitieren.

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