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Nachlese zu den Project Cruise Days in Hamburg (Deutschland) am 12.-13.09.2019 bei der CONSENSA

CONSENSA berichtet für uns über ihre Project Cruise Days:
 
„Habt Ihr alle Schlüssel beisammen oder seid Ihr eher Marke Hausmeister?“ so, oder so ähnlich und ganz anders lauteten Fragen, die bei den Consensa Project Cruise Days am 12. und 13.09.2019 gestellt und bearbeitet wurden.
Knapp 300 Kunden und Consensa-Interessierte besuchten uns an diesen beiden Tagen und genossen sichtlich das vielfältige Programmangebot. Unsere Büros hatten wir vorab komplett ausgeräumt, um noch mehr Vortrags-, Workshop- und Austauschmöglichkeiten anbieten zu können. Vielfältigste Erlebnisse und Erkenntnisse sind in diesen zwei spannenden Tagen vor einer aufregenden Hafenkulisse entstanden.
Für den erwähnten „Schlüssel-Fall“ erarbeiteten unsere Gäste nach einer knackigen Einführung in das Design Thinking in mehreren Schritten individuellen Lösungen für das jeweilige und meist einzigartige Schlüssel-Problem, das ihre „Kunden“ plagte. Auffällig nannten Teilnehmer, wie sehr die Lösungen variieren, wenn der volle Fokus auf das Verstehen des Kundenproblems liegt.
Beim Ball Point Game hatten alle sehr viel Spaß und Bewegung. Für die Aktivisten erstaunlich war der Impact der Maßnahmen „Planning“ und „Retrospektiven“: Die Reflexion in den Kleingruppen, aber auch die Reflexion auf einer abstrakten Ebene, im Plenum, konnten die Gruppenleistung massiv steigern. Deutlich wurde auch, wie sinnvoll das Hinterfragen von Regeln ist und welche Energie wir entwickeln, wenn wir uns mutige Ziele setzen. Die Ball Point Game Teilnehmer mochten sich kaum trennen, so schlug einer vor „Ich mache eine Anfrage in LinkedIn, damit wir uns die Bälle inhaltlich und virtuell zuwerfen können.“.
Es wurde noch mehr gespielt: Beim Kommunikationsparcours „Mittagessen mit Marie“ hatten die Teilnehmer mehrere Möglichkeiten, richtig (oder eventuell auch vermeintlich falsch) abzubiegen, um mit ihrer Kommunikation zum Ziel zu kommen. Das Einnehmen einer anderen Perspektive, ja, sich tatsächlich „in die Mokassins des Anderen zu stellen“ hat den Spielern Erkenntnisse eröffnet. Auch die Prozessfragen und das Aktive Zuhören unterstützt sehr bei der Gesprächsführung.
Ein Aha-Gefühl durchzog die Teilnehmer des ETEO-Workshops als sie das in Echtzeit synchronisierte Scrum Board (ETEO = Ein Team Ein Office) erleben durften. Beeindruckend auch wie laut unserer Kollegen von Saxonia die Zufriedenheit der Mitarbeiter durch den Einsatz dieses Boards steigt. Dazu Christoph Möbius, Scrum Master bei Saxonia: "Wir wollen die Mitarbeiter da haben, wo sie gerne sein wollen. Unser Ziel ist eine Fluktuation von 0%." 
Viele Impulse wurden gesetzt und aktuelle Themen kontrovers diskutiert, wie zum Beispiel das „Agile Mindset“. In diesem Workshop entstand die Quintessenz, ob es weniger das Agile Mindset ist, sondern vielmehr die richtige Ausprägung der Seiten Stabilität und Flexibilität, die es braucht, um erfolgreich den aktuellen Anforderungen zu begegnen.
Aus unserem Qualifizierungsmodul „Collaborative Leadership“ haben wir einzelne Impuls vorgestellt. Begonnen haben wir mit dem Thema Selbstreflexion. Denn ohne, dass man in der Lage ist, sich selbst zu reflektieren, halten wir bei Consensa es für schwierig, eine gute Führungskraft werden zu können – egal ob mit oder ohne Weisungsbefugnis. Das Modell „Die Stufen der Wahrnehmung“ kann helfen, Situationen, die uns immer wieder „anpieksen“ realistischer zu sehen und kluge Schlüsse abzuleiten. „Stimmt, so könnte man die Situation auch betrachten!“ bekräftigte eine Teilnehmerin mit leuchtenden Augen. Das Team gut zu sehen ist eine weitere wichtige Anforderung an eine gute (laterale) Führungskraft. In unserem Workshop haben sich die Teilnehmer an den Stereotypen „Marc Macher“ und „Bodo Bedenkenträger“ ordentlich abgearbeitet. Und hatten dabei viele Erkenntnisse zu den positiven Absichten dieser uns immer wieder begegnenden Kollegen und auch den eigenen Anteilen an den zu erkennenden Verhaltensmustern.
In den 24 minutes of Calma – einer Achtsamkeitsmeditation – hat unsere Yogalehrerin Marte Kamzelas uns kleine einfache Anleitungen gegeben, wie wir uns im Alltag wieder zu Bewusstsein bringen. Zum Beispiel mit der „Box-Atmung“. Nein, das hat nichts mit Mohammed Ali zu tun. Hier geht es um die Box als ein gedankliches Quadrat: Beim Einatmen bis vier zählen, bei der Pause bis vier zählen (Atem halten), beim Ausatmen bis vier zählen, halten bis vier zählen. Auch das „one room house“ ist eine schöne Metapher: alle Gedanken kommen, dürfen auch kommen, wir sehen sie an und haften ihnen aber nicht an. Die Gedanken dürfen wieder gehen, wir lassen los. Herrlich. Danke, Marte.
Und genau diese Gelassenheit, die wir mit zum Beispiel Achtsamkeitsmeditation herstellen können, ist für unsere Projektarbeit essentiell! „Mindfulness“ brauchen wir, um nachhaltig arbeiten zu können. Und damit sind wir, meint eine Teilnehmerin, „wie immer voll im Trend der Zeit!“.

Pleiten, Pech und Pannen…
… gibt es eigentlich bei fast jeder größeren Veranstaltung. Wir hatten ein überraschendes Erlebnis bei der Generalprobe: Über unsere Lautsprecher hörten wir nicht uns, sondern eine fremde Stimme, die uns interessante Details zum Hamburger Hafen erklärte: Unsere Mikrophone und die auf den Barkassen der Hafenrundfahrten benutzten dieselbe Funkfrequenz!
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