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Digitale Transformation – eine Herausforderung für das Management

Digitale Transformation – eine Herausforderung für das Management 08.01.2018 - Florian Maier und Thor Olavsrud beschreiben im CIO online Blog ihre Sicht der zehn Schritte zur erfolgreichen digitalen Transformation. Da sich viele Firmen aktuell den Herausforderungen der digitalen Transformation stellen müssen, sind Tipps von Experten immer willkommen. In diesem Artikel geht es darum, wie die beiden Fachleute die digitale Transformation sehen und welche Vorschläge sie für Firmen und Unternehmen haben. 


Von digitaler Transformation zum Change Management

Überall, wo neue Geschäftsmodelle eingeführt und neue Prozesse etabliert werden sollen, spielt die digitale Transformation eine wichtige Rolle. Neue Technologien bringen ein Unternehmen voran und lassen es konkurrenzfähig bleiben. Dazu müssen diese neuen Technologien aber auch sinnvoll und clever eingeführt und angewandt werden. Für sehr viele Unternehmen bedeutet erst eine radikale Umstellung auf ein neues Modell, dass sie sich vollständig von alten Ablagesystemen trennen. Die Nutzung von Daten und Technologien bedeutet auch das Verlassen alter Pfade. Oft ist ein Unternehmen nach der Umstellung auf Digitalisierung kaum noch wieder zu erkennen. Olavsrud und Maier verweisen in diesem Zusammenhang auf das schwedische Unternehmen Aerocrine, einen Hersteller von Medizintechnik. Bekannt wurde das Unternehmen einst durch seine Produktion von medizinischen Diagnosegerätschaften. Heute jedoch, nach dem Durchlaufen verschiedener Erneuerungsprozesse, liegt das Hauptgeschäft von Aerocrine darin, die Ergebnisse von Diagnosen zu verkaufen. Diesen Wechsel hat das Unternehmen unter anderem den Prozessen zu verdanken, die im Rahmen der Digitalisierung auftraten. Niemand weiß, wie es dem Unternehmen ohne die Umstellung ergangen wäre. Fest steht jedoch, dass Aerocrine dank der Umstellung noch immer ein wichtiges Unternehmen mit schwarzen Zahlen und guten Zukunftsaussichten ist. Das Erfolgsrezept hier war das Change Management. 


Change Management näher betrachtet

Jedes Unternehmen muss selbst entscheiden, ob und wann es eine Neuorientierung braucht. Es ist die Aufgabe der Manager und ihrer Berater, den richtigen Zeitpunkt zu wählen, am besten kurz bevor die Absatzzahlen sinken und kurz bevor sich erste negative Auswirkungen der altmodischen Methoden oder einer überholten Ausrichtung bemerkbar machen. Aber auch wenn es offensichtlich wird, dass eine Neuerung nötig ist, kann Change Management noch viel Erfolg haben. Wer es dem schwedischen Unternehmen Aerocrine gleichtun will, der sucht nach einer Neuausrichtung, um zukunfts- und konkurrenzfähig zu bleiben. Dabei müssen alle Bereiche des Unternehmens betrachtet werden: das gesamte Geschäftsmodell an sich, die Rollen der verschiedenen Abteilungen und der einzelnen Mitarbeiter, die Marketingstrategie, die Kundenbindungsmaßnahmen, der Kundenservice und natürlich auch die Nutzung neuer Technologien. Für diese Aufgabe des Überdenkens kann Change Management eine große Hilfe sein. Change Management übernimmt die Führung in einem Wandlungsprozess. Es leitet die Chefetage, die einzelnen Abteilungen und die verschiedenen Mitarbeiter darin an, den Wandel zu vollziehen. Die Informationstechnik spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Psychologie. 


Change Management strategisch anleiten

Maier und Olavsrud zitieren den CEO der Firma Anaplan, der behauptet, dass sich jedes Unternehmen früher oder später dem Wandel stellen muss. Frank Calderoni hat bereits verschiedene Firmen als CEO geleitet und weiß daher, wovon er spricht. Er weist darauf hin, dass das Umfeld einer Firma beim Change Management eine wichtige Rolle spielt. Für ihn geht es im Wesentlichen um den Wettbewerb, um Innovation und Geschwindigkeit. Der Wandel darf nicht als eine einmalige Angelegenheit betrachtet werden, sondern sollte als kontinuierliche Herausforderung gesehen werden. Selbstverständlich kennt er auch die Tatsache, dass viele Menschen sich mit jeder Art von Wandel schwertun. Daher entsteht in den meisten Unternehmen zunächst eine Art Widerstand gegen alle Veränderungsprojekte. Neue Technologien, neue Verfahren und neue Prozesse bedeuten eine Umstellung für die Mitarbeiter und das gefällt ihnen zunächst einmal nicht. Frank Calderoni sagt, dass die Chefetage geschlossen hinter dem Wandel stehen muss, damit das Projekt funktioniert. Wer einen Wandel anstoßen will, muss auch die nötigen Befugnisse haben.

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