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Der Hybrid PM Guide 2.0 ist da – der IAPM Leitfaden für hybrides Projektmanagement

Der Hybrid PM Guide 2.0 ist da – der IAPM Leitfaden für hybrides Projektmanagement 12.05.2017 - Weltweiter Innovationsdruck macht flexibles Projektmanagement notwendig

Weltweit steigen Produktions- und Innovationsdruck immer weiter, ein Umstand, von dem u.a. auch die Informations- und Telekommunikationstechnologie-Branche betroffen ist. Unternehmen müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können, flexible Projektmanagementmethoden einsetzen, die auf möglichst transparente Projektzeiten ausgelegt sind.
Sich hier aus Gewohnheit oder mangels besseren Wissens auf eine bestimmte Projektmanagementmethode zu versteifen, birgt selbstverständlich Gefahren, gerade für Projekte, bei denen sich die Anforderungen auch unvorhergesehen im Projekt ändern können. Hybrides Projektmanagement ermöglicht einem Projektteam hier deutlich mehr Flexibilität, denn es vereint Ansätze aus klassischem Projektmanagement, agilem Projektmanagement und Lean Management.
Klassisches Projektmanagement kann bei Produktneuentwicklungen zu starr sein, agiles Projektmanagement wiederum lässt sich möglicherweise nicht in allen Bereichen des Unternehmens umsetzen, gerade wenn dieses starken Vorschriften, gesetzlichen Regeln und Normen unterworfen ist oder auch die Unternehmensorganisation selbst nicht entsprechend „agil“ genug ist.
 
Hybrides Projektmanagement vereint verschiedene Projektmanagement-Methoden

Hybrides Projektmanagement bietet hier einen praktikablen Lösungsansatz, denn wer sich mit den vorherrschenden Managementmethoden auskennt, kann aus allen Welten die passendsten Tools und Vorgehensweisen nutzen und kombinieren und so individuell auf die jeweilige Situation im Unternehmen anpassen. So könnte beispielsweise in Teilprojekten agiles Projektmanagement zur Anwendung kommen, während die Ablauforganisation klassisch gehalten wird. Rollen aus dem SCRUM-Umfeld werden in die klassische Organisation aufgenommen.
Das IT- und Entwicklerteam kann so agil arbeiten, das Marketing weiterhin klassisch, die Produktion arbeitet agil und lean. In gemeinsamen Meetings und Besprechungen werden die einzelnen Teams mit der Vorgehensweise der anderen vertraut gemacht und in die Themen eingebunden. So können Sprint Reviews, Stand-up-Meetings aber auch klassische Projektbesprechungen mit allen Beteiligten stattfinden.
Doch auch Projekte im Fertigungsbereich, die früher in erster Linie klassisch oder lean organisiert waren, werden zunehmend durch agile Konzepte und Methoden ergänzt – wo rein agiles Projektmanagement möglicherweise an seine Grenzen stößt, können auch hier agile Ansätze im klassischen oder leanen Projektumfeld eine Effizienz- und Wirkungssteigerung bewirken.
 
Hybrid PM Guide 2.0 als Einführung und Leitfaden für das hybride Projektmanagement

Mit dem Hybrid PM Guide 2.0 haben wir die Reihe unserer IAPM PM-Guides um einen weiteren Leitfaden erweitert. Sind der PM Guide 2.0, der Agile PM Guide 2.0 und der International PM Guide 2.0 jedoch Grundlagen für IAPM-Zertifizierungen, stellt der Hybrid PM Guide 2.0 einen unabhängigen Leitfaden dar, der nicht speziell auf eine IAPM-Zertifizierung vorbereitet.
Im Guide werden die drei wichtigsten PM Ansätze – klassisch (Wasserfallmodell), agil und lean – vorgestellt und ihre Vor- und Nachteile dargelegt. Leane Methoden wie Kanban, Minimum Viable Product und Lean Startup werden erklärt und bewertet.
Scrum, IT-Kanban und Extreme Programming, Design Thinking und Feature Driven Development gelten als die wichtigsten Vertreter der agilen Projektmanagementansätze und werden ebenfalls dargestellt. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Methoden und Frameworks erhalten Sie im Agile PM Guide 2.0.
Auch die drei Grundformen hybriden Arbeitens werden beschrieben: Die Ergänzung der klassischen Projektmanagementkultur durch agile Konzepte, eine Kombination agiler Konzepte und Lean Management ergänzt durch agile Elemente.
 
Verschiedene Parameter beeinflussen die Entscheidung für die Management-Strategie

Ob ein Projekt einfach, kompliziert oder komplex ist, hat direkten Einfluss darauf, welche PM-Methoden und -Ansätze sinnvoll sind. Auch hierüber wird im Guide ein kurzer Abriss gegeben, der die Entscheidungsfindung vereinfachen kann. Parameter wie Projektart und Branche, Projektumfang und Teamgröße oder Kommunikationskultur und Stakeholderanbindung sollten hier ebenfalls einfließen und werden im Guide betrachtet. Doch auch die Motivation für die Implementierung von hybridem Projektmanagement, also warum es überhaupt eingeführt werden soll, muss hinterfragt werden, denn diese prägt in entscheidender Weise die zu bewältigenden Transformationsprozesse und die erreichbaren Ziele.
Da es leider keine Pauschallösungen für alle, keine „Nummer Sicher-Variante“ gibt, müssen jede Organisation und jeder Mitarbeiter individuell betrachtet werden, um anschließend eine maßgeschneiderte Hybridlösung zu entwickeln. Der Hybrid Guide 2.0  soll Sie an das Thema hybrides Projektmanagement heranführen und Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, dieses umzusetzen.
„Hybrides Projektmanagement spiegelt die Lebens- und Unternehmensrealität vieler unserer Manager dar, eine scharfe Abgrenzung wird zunehmend schwerer. Deshalb möchten wir, dass unsere Zertifikanten und alle PM-Interessierten auch von den Möglichkeiten des hybriden Projektmanagements hören und dadurch profitieren können.“ erklärt Dr. Roland Ottmann, Fachbeiratsvorsitzender und stv. Vorsitzender des Vorstands der IAPM International Association of Project Managers.
 
Wir freuen uns auf Ihr Feedback zu unserem brandneuen Hybrid PM Guide 2.0!
Den Guide können Sie kostenfrei hier herunterladen.
 

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