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Die Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 2016 und seine Gewinner

Die Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 2016 und seine Gewinner 24.01.2017 - Der Deutsche Zukunftspreis steht ganz im Zeichen des komplexen Projektmanagements, dies bewiesen die drei nominierten Teams deutlich. Letztlich konnte es nur einen Gewinner geben, doch dieser zeigte anschaulich, wie sich gelungenes Projektmanagement realisieren lässt.
 
Preisvergabe durch den Bundespräsidenten Joachim Gauck
 

Auch im Jahr 2016 wurde der Deutsche Zukunftspreis verliehen. Im November war es schließlich soweit und die glücklichen Gewinner wurden durch den Bundespräsidenten Joachim Gauck beglückwünscht. Doch auch die beiden anderen nominierten Teams wussten durch ihre Innovationen zu überzeugen. Der Deutsche Zukunftspreis 2016 zeigt einmal mehr als deutlich, dass nach wie vor wichtige Forschungsergebnisse aus Deutschland stammen, die für die weltweite Wirtschaft von Interesse sind. Mit einem erfolgreichen Projektmanagement sowie einem starken Team lassen sich Visionen erarbeiten und umsetzen und zu erfolgreichen Ergebnissen führen. Der Forschungspreis aus Deutschland stellt allerdings zudem eine wichtige Inspirationsquelle für viele mutige Forscher dar, die in Kombination mit einem erfolgreichen Projektmanagement zum Ziel haben, unser aller Leben positiv und nachhaltig zu beeinflussen. Wie auch im letzten Jahr entwickelten sämtliche Nominierten herausragende Errungenschaften, wie ein Überblick der einzelnen Forschungsergebnisse aufzuzeigen vermag.
 
Die Teams im Überblick
 
Insgesamt drei Teams hatten es in die engere Auswahl zum Deutschen Zukunftspreis 2016 geschafft. Zu den Drittplatzierten des aktuellen Zukunftspreises zählte das Team Nummer 3, bestehend aus Dr. rer. nat. Carsten Setzer als Teamsprecher sowie Dipl.-Ing. Christian Amann, der als Projektmanager eingesetzt wurde. Die OSRAM GmbH München als auch die BMW Group München taten sich in diesem Projekt zusammen um gemeinsam ein neuartiges Laserlicht zu erschaffen, dass inzwischen in vielen BMW Modellen zum Einsatz kam und die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen konnte. Auf den zweiten Platz kam das Team Nummer 2, mit Dr.-Ing. Patrick Izquierdo, der als Sprecher für das Team auftrat sowie Dipl.-Ing. Manuel Michel und Dipl.-Ing. (FH) Bernd Zapf, die als Projektmanager mit einem Konzept und der Entwicklung für die Daimler AG in Ulm antraten. Zapf stand hierbei gleichzeitig zudem als Vertreter der Gebrüder Heller Maschinenfabrik GmbH aus Nürtingen. Gemeinsam erschufen sie die "Die Vision vom reibungslosen Antrieb" und befassten sich daher mit einer Beschichtung, die Energieverluste zu halbieren weiß. Als Sieger trat das Projektmanagement des ersten Teams hervor, dass sich mit dem Material Carbonbeton beschäftigte.
 
Komplexes Projektmanagement mit Carbonbeton
 
Für Team 1 traten Prof. Dr.-Ing. Manfred Curbach als Sprecher an sowie Prof. Dr.-Ing. habil. Dipl.-Wirt. Ing. Chokri Cherif und Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Offermann in Zusammenarbeit und für die Technische Universität Dresden. Dem erstklassigen Projektmanager ist es zu verdanken, dass das Material Carbonbeton umfassend analysiert und dargestellt werden konnten. So konnten wichtige Aspekte herausgestellt werden, die sich um die Sparsamkeit und die Nachhaltigkeit von Carbonbeton drehten. Doch die beiden Projektmanager haben in ihrem Team nicht nur erfasst, für welche Vorteile der neuartige Verbundwerkstoff sorgt, sie haben diesen sogar entwickelt. Im Forschungsprojekt mit dem Titel "C3 - Carbon Concrete Composite" gelang es den beiden Projektmanagern in Zusammenarbeit mit 140 weiterführenden Instituten herauszufinden, für welche Arbeitseinsätze Carbonbeton geeignet ist. Dieses spektakuläre Projektmanagement mit reger Beteiligung aus ganz Deutschland verdient daher nicht nur in Sachen Forschung die höchste Aufmerksamkeit und wurde zu Recht mit dem Deutschen Zukunftspreis 2016 ausgestattet. Auch das Projektmanagement konnte hier für einen beachtlichen Erfolg sorgen, denn das überragende Ergebnis der komplexen Ausarbeitung spricht für sich.
 
Die Gewinner sorgen für einen Vorsprung Deutschlands in Sachen Innovation
 
Nun wurde die Messlatte für ein hochwertiges Projektmanagement noch einmal höher gelegt. Vielen Forscherteams aus der ganzen Welt sei die Ausführung der Projektmanager daher nahegelegt, denn diese sorgt für eine große Inspirationsquelle bei nachfolgenden Arbeiten. Die beiden Projektmanager haben durch ihre Forschung einen wichtigen Bestandteil für einen Vorsprung Deutschlands beigetragen, um Carbonbeton später einmal in der Industrie einsetzen zu können. Bislang kommt Stahlbeton industriell weltweit am häufigsten zur Anwendung, dies könnte sich mit der kostengünstigen Lösung des Carbonbetons schon bald ändern. Mit Kohlenstofffasern ausgerüstet, die für eine hohe Korrosionsfestigkeit sorgen, liefert Carbonbeton eine Stabilität, die deutlich höher als bei klassischem Stahlbeton liegt. Dies konnten die beiden Projektmanager in ihrer Forschung veranschaulichen und wurden daher im November zurecht vom Bundespräsidenten Joachim Gauck höchstpersönlich mit dem Zukunftspreis aus Deutschland bedacht. Das gelungene Projektmanagement konnte besonders aufgrund erfrischender Ansätze und innovativer Möglichkeiten überzeugen, so dass künftige Projektmanager, ähnlich wie es die IAPM nahelegt, ihren Fokus verstärkt auf Eigenständigkeit sowie Originalität legen sollten, um vergleichbare Erfolge zu erzielen.
 
Eigenständigkeit und Originalität
 
Ein gelungenes Projektmanagement lässt sich nicht mit klassischen Lehrbuchinhalten auf den Weg bringen. Es sind Erfahrungen und neue Lösungsansätze sowie der Mut, auf plötzliche Veränderungen mit Engagement und Querdenken reagieren zu können, das sich deutlich von herkömmlichen Strategien abzuheben weiß. Es sind nicht Regeln, die einfach abgearbeitet werden können, um letztlich zum Erfolg zu führen, sondern es sind Menschen, die mit ihrer Vision an das Ziel glauben und für die Realisierung gerne bereit sind, Umwege in Kauf zu nehmen. Das Projektmanagement des Carbonbeton-Teams veranschaulicht deutlich, dass auf diese Weise selbst komplexe Ausarbeitungen möglich sind. So lässt sich auf einen Zukunftspreis 2017 hoffen, der dieses Niveau des Managements weiter hält.

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