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Nachbericht: Preisverleihung „Project Manager of the Year 2016”

Nachbericht: Preisverleihung „Project Manager of the Year 2016” 18.11.2016 - Bei der Verleihung der IAPM-Auszeichnung „Project Manager of the Year 2016“ am 11. November präsentierten sich die Mitarbeiter der Consorsbank ausgesprochen sympathisch, offen und herzlich. Gut gelaunt begrüßte uns Preisträger Benjamin Hübler, der seit April letzten Jahres das Projektmanagement der BNP Paribas Niederlassung in Nürnberg unterstützt.
 
Die gute Laune kommt nicht von ungefähr, denn die Nominierung kam für Benjamin Hübler sehr überraschend. „Als ehemaliger Projektmanager in verschiedenen Werbe- und Kommunikationsagenturen hatte ich zu Beginn meiner Karriere bei der Consorsbank schon die Gedanken: Wie muss ich mich persönlich an den Arbeitsalltag in so einem Unternehmen anpassen? Welches Verhalten verlangt die Bankenbranche von mir?“ Er habe aber schnell bemerkt, dass man durch Authentizität viel weiterkomme als durch Schauspielerei oder reine Selbstinszenierung. Diese Erkenntnis habe ihm den Einstieg in die neue Arbeitswelt sehr erleichtert.
 
Nicht jeder Projektmanager ist ein 911er

Für IAPM sind es gerade Soft Skills wie diese, die den Unterschied zwischen einem sehr guten und einem herausragenden Projektmanager ausmachen. Dazu Dr. Roland Ottmann, Vicepresident der IAPM: „Ein herausragender Projektmanager zeigt in gleich drei Bereichen auf einmal Topleistungen: Projektmanagement in der Theorie, Projektmanagement in der Umsetzung und im persönlichen Verhalten im Projektumfeld“. Ein Zusammentreffen, das in der Praxis dann doch eher die Ausnahme sei.
 
„Viele wissen viel über Projektmanagement, kriegen aber diese PS nicht auf die Straße,“ so Ottmann. „Will man der Beste sein, reicht das reine Vorhandensein von PS und Drehmoment nicht aus. Man muss auch Traktion haben – also beschleunigen können, um in der Praxis sein Knowhow umzusetzen. Das unterscheidet eben den Porsche 911er Turbo von einer soliden Limousine“.
 
Hübler habe diese Fähigkeit in seinen Projekten bestens unter Beweis gestellt. Sein persönlicher Erfolgsfaktor: Empathie. So habe er die Umsetzungspartner und Anforderungspartner perfekt zusammengeführt – trotz der unterschiedlichen Zielvorstellungen. Und so Ergebnisse erzielt, mit denen alle Beteiligten gut leben können.
 
Moderator und Vertrauensträger

Damit passt der Preisträger genau ins Team der Consorsbank, so Hüblers Teamchef Dieter Schill, Senior Team Head bei der Consorsbank.
 
Denn: „Benjamins Art, Projekte zu leiten, ist bei uns eigentlich die übliche: sehr zielgerichtet und dabei dennoch sehr kollegial und emphatisch. Aber: Bei ihm ist diese Empathie eben viel stärker ausgeprägt als bei anderen, die vielleicht eher argumentativ vorgehen. Und er hat auch ein gewisses Charisma, das dazu führt, dass ihm viele ihr Vertrauen schenken. Dabei ist er gleichzeitig extrem zielstrebig“. Es sei erstaunlich, wie geschickt Hübler das Projektteam im vorgegebenen Zeitrahmen über die Zielgerade moderiere.
 
Projektmanager des Jahres wird man nicht alle Tage

Vor rund 30 Mitarbeitern der Consorsbank übergab Dr. Hans Stromeyer, Vorsitzender der IAPM, die Trophäe „Project Manager of the Year 2016“ an den Preisträger sowie eine weitere an das Unternehmen, repräsentiert durch Dieter Schill und Kai Friedrich, Niederlassungsleiter und Vice Chairman der Geschäftsleitung der Consorsbank. Dieser zeigte sich sichtlich erfreut:
 
„Projektmanager des Jahres wird man nicht alle Tage und es macht mich sehr stolz, dass einer unserer Mitarbeiter diesen Titel für uns geholt hat – noch dazu mit einem Projekt, das ich persönlich angestoßen habe!“ Dieses sei zwar bereits gut angelaufen, bevor Hübler zum Team gestoßen sei. Richtig an Fahrt habe es jedoch erst mit seiner Übernahme aufgenommen. „Das Projekt zeigt, wie richtig unser Weg hin zu flachen Hierarchien und zum agilen Projektmanagement ist – das macht mich glücklich“.
 
Und welchen Rat kann Benjamin Hübler anderen Projektmanagern geben? „Bloß nicht zwanghaft die Rolle des strengen Projektmanagers spielen“, so der frischgebackene Preisträger. „Das schafft Glaubwürdigkeit und Vertrauen - beim Projektteam genauso wie beim Kunden. So erfährt man vieles, was einem sonst verborgen bliebe, aber wichtig ist, um richtige Entscheidungen treffen und Konsequenzen abschätzen zu können“.
 
Agilität nachweislich auf dem Vormarsch – nicht nur in der IT

Apropos agil: Die Consorsbank hat nicht nur den Weg zu flachen Hierarchien gefunden, sondern plant den weiteren Ausbau agilen Projektmanagements, sodass das Wasserfallmodell immer weniger Einsatz findet.
 
Dass dieser Weg der richtige ist, bekräftigte IAPM Vorsitzender Dr. Hans Stromeyer in seiner Auftaktrede. „Agiles Projektmanagement setzt sich zunehmend durch – und findet mittlerweile seinen Weg aus dem IT-Bereich hinein in viele andere Branchen und auch ins allgemeine Unternehmensgeschäft“, so seine These. Aktuell ginge es darum, auch die Organisationen vom Mindset her agil zu machen. Gerade der Banken- bzw. Finanzdienstleistungsbereich seien hier Vorreiter, gefolgt von öffentlichem Dienst und Unternehmensberatern.
 
Agilität sei das einzige Vorgehensmodell, das es Projektmanagern ermögliche, den großen Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Denn diese hätten es zunehmend mit Kunden zu tun, die sehr viel forderten, aber oft nicht genau wüssten, wohin der Weg eigentlich gehen soll. All das führe unweigerlich dazu, dass man agil werden müsse. Pläne schreiben sei in der heutigen Welt einfach nicht mehr angesagt. Und daher könne es durchaus bald Realität werden, dass ein SCRUM-Manager in der Baubranche oder Automobilindustrie landet. Erste Vorreiter gäbe es bereits. So habe General Motors seinen Vorstand mit agilen Methoden ausgestattet. 

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