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Kleine aber feine Evolutionsschritte im Managementsystem Kanban

Kleine aber feine Evolutionsschritte im Managementsystem Kanban 21.07.2016 - Seitdem neben Dr. Klaus Leopold auch David J. Anderson in seinem Buch „Kanban: Evolutionäres Change Management für IT-Organisationen“ Kanban als anwendbar für die Softwareentwicklung implementierte, hat sich das Ziel dieses Systems nicht verändert. Stehen geblieben ist Kanban aber in keinem Fall. Viele Erkenntnisse und Erfahrungen haben das System reifen lassen und so wurden im Lauf der Zeit einige sinnvolle Methoden hinzugefügt.
Wir haben im Folgenden einige Neuerung näher beleuchtet.

Die „Drei Agenden von Kanban“
Diese drei Agenden, 2013 von Anderson vorgestellt, sollen die Einführung von Kanban anhand von Wünschen, Bedürfnissen und Zielsetzung der entsprechenden Organisation unterstützen und vereinfachen.
Bei den drei Agenden handelt es sich um Nachhaltigkeit, Serviceorientierung und Überlebensfähigkeit.
Die Agenda Nachhaltigkeit beschäftig sich mit den internen Strukturen, es geht um kooperatives Arbeiten, um Balance der Leistungsfähigkeit und um Transparenz.
Die Agenda Serviceorientierung bezieht nun auch die Umwelt mit ein. Hierbei gilt es die Bedürfnisse des Kunden optimal zu erfüllen und in den nachgelagerten Prozessen eine bestmögliche Weiterbearbeitung zu ermöglichen.
Die Agenda Überlebensfähigkeit soll die Aktionsfähigkeit der Organisation für den stetigen Wandel und der damit verbundenen Veränderung der Bedürfnisse bzw. Ziele stärken. Die Akzeptanz und die Verinnerlichung dieser ständigen Changes sorgen für eine dauerhafte und positive Überlebensfähigkeit.
 
Feedback-Zyklen
2012 wurde die Option des Feedback-Zyklus in Frage gestellt. Nicht optional, sondern obligatorisch sollten Feedback-Zyklen implementiert werden. Mit ihrer Hilfe lassen sich die durch das Kanbansystem visualisierten Defizite nicht nur sichtbar machen, sondern es soll ihnen auch gezielt entgegengewirkt werden können. Somit wird der Weg für eine kontinuierliche Verbesserung frei. Das Implementieren von Feedback-Zyklen wurde in die „Praktiken in Kanban“ mit aufgenommen.
 
Leadership auf allen Ebenen
In die „Prinzipien von Kanban“ wurde das Leadership auf allen Ebenen, vom Mitarbeiter bis zum Manager, aufgenommen. Hierbei geht es darum, dass jedes einzelne Teammitglied die Möglichkeit haben soll eigene Bedürfnisse, die letztendlich zur Befriedigung der Kundenwünsche beitragen, anzubringen und für Außenstehende transparent zu machen. Erst die offene Kommunikation kann als Motor der Entwicklung dienen.
  
Kanban Flight Level
Die von Dr. Klaus Leopold, Autor des bekannten Buchs „Kanban in der IT“, beschriebenen vier Flight Level ähneln den bereits erwähnten „Drei Agenden von Kanban“. Leopold gliedert aber in vier Ebenen wie folgt:
1. Organisationseinheit mit unreguliertem Input: Ordnung und Stabilität des vorgegebenen Inputs zur Produktion des erwarteten Outputs.
2. Organisationeinheit mit koordiniertem Input: Koordination des vorgegebenen Inputs um eine Überlastung des Systems zu verhindern.
3. Optimierung des Wertstroms: Erweiterung des Flight Level 2, Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette.
4. Optimierung des Portfolios: Betrachtung des Zusammenspiels der einzelnen Elemente der Wertschöpfungskette unter Beachtung der unterschiedlichen Anforderungen.
 
Alle von uns hier angerissenen Neuheiten lassen sich, gerade in sinnvoller Kombination, gewinnbringen bei der Einführung von Kanban einsetzen.
Der nachfolgende Artikel gibt weiterführende Informationen und weist auf zwei weitere Änderungen im Kanban hin. Zum einen können Sie mehr über die „Neun Werte von Kanban“ erfahren, zum anderen soll über die „STATIK“- Methode die Implementierung von Kanban im Team vorangetrieben und der Grundgedanke von Kanban verinnerlicht werden:

http://www.heise.de/developer/artikel/Richtung-Service-Die-Evolution-der-Kanban-Methode-3252229.html  

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